Georgische Schrift

Die georgische Schrift ist eine von mehreren aus dem Kaukasus, der auch Berg der Sprachen genannt wird.

Einer alten Überlieferung nach ist die georgische Schrift um 300 v. Chr. eingeführt worden. Bis heute gefundene Inschriften gehen auf das 5. Jh. zurück. Vieles deutet darauf hin, dass es lange vor der Annahme des Christentums in Georgien eine vorchristliche Literatur gegeben hat, die älter als zweitausend Jahre ist.

Das heute gebräuchliche Alphabet heißt Mchedruli (Reiterschrift). Diese Schrift kennt keine Unterschiede zwischen Groß- und Kleinbuchstaben. Die Orthographie ist dabei sehr einfach: Jeder Buchstabe entspricht genau einem Laut und für jeden Laut gibt es auch nur eine einzige Schreibweise.

In der Zeit der Sowjetunion hat man die georgische Sprache als Muttersprache betrachtet, jedoch blieb Russisch Amtssprache. Seit der Unabhängigkeit Georgiens in den 1990er Jahren wurde Georgisch dann erneut zur Amtssprache.

Das georgische Alphabet

Das georgische Alphabet setzt sich aus 33 Buchstaben zusammen:

ა    ბ    გ    დ    ე    ვ    ზ    თ    ი    კ    ლ

მ    ნ    ო    პ    ჟ    რ    ს    ტ    უ    ფ    ქ

ღ    ყ    შ    ჩ    ც    ძ    წ    ჭ    ხ    ჯ    ჰ

Grußformeln in Georgien

Begrüßung

In Georgien begrüßt man sich meistens mit dem Schütteln der Hände, vor allem beim Kennenlernen. Freunde und Verwandte begrüßen sich eher mit einem Wangenkuss, wie man es auch aus Frankreich kennt.

Die Begrüßungsform „gamarjoba“ ist unabhängig von der Tageszeit. Eine entsprechende Form von „Hallo“ gibt es nicht.

Nach der Begrüßung fragt man nach dem Befinden. „rogor xar(t)?“ – Wie geht es Ihnen (wörtlich: Wie bist du? / Wie sind Sie?) ist fast ein Muss. „rogor brdsandebit?“ ist eine gehobene Höflichkeitsform.

Nach Familienangehörigen fragt man dann, wenn man die Person besser kennen gelernt hat.

„dila mschwidobisa!“ (Guten Morgen) oder „sagamo mschwidobisa!“ (Guten Abend) sind ebenso verbreitet.

Verabschiedung

Zum Verabschieden verwendet man neutrale Form „nachwamdis“ (Auf Wiedersehen). Es gibt Höflichkeitsform „kargad brdsandebodet!“. Die umgangssprachliche Form „kargad ich’awi(t)!“ oder „kargad!“ (Tschüs) sind auch üblich.

Am Abend verwendet man die Form „game mschwidobißa“; vor dem Schlafen gehen „dsili nebißa“.